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Vizeschweizermeisterin

 

Anlässlich der Schweizermeisterschaften der Aktiven in Zofingen konnte ich über die 5'000m die Silbermedaille gewinnen. Nach einem sehr schwierigen Frühling und dem Fakt, dass ich erst im Mitte/Ende Juni ins Training einsteigen konnte, ein äusserst wertvolles Resultat, welches ich nie erwartet hätte. 

 

 

Ein Trainingsblock im Süden...

Wie bereits vergangenes Jahr habe ich auch diesen Februar im Süden verbracht. Wiederum durfte ich einen Teil meiner Marathonvorbereitung in Lanzarote absolvieren. Ich habe mich bewusst wieder für den Club La Santa entschieden. Hier kenne ich die Strecken schon ziemlich gut (obwohl es ja immer wieder neues zu entdecken gibt) und ich finde auch alles, was ich für's Alternativtraining benötige.

Nach Barcelona hatte ich eine Woche Zeit bevor es wieder in den Flieger ging. Die Aufbauwochen nach der Verletzung waren anstrengend, da hat mir der ein oder andere ruhigere Tag gut getan. Am Sonntag sind mein Coach und ich sowie eine weitere Athletin nach Lanzarote geflogen. Anders als im letzten Jahr war dies mein erster richtiger Marathonblock. Zu Beginn hat mich das etwas verunsichert, aber ich habe versucht einfach locker an die Sache ranzugehen. "Wenn der Fuss streikt, dann muss ich das akzeptieren!" Gedanken, die ich mir umsonst gemacht habe. Am vergangenen Sonntag bin ich spätabends wieder in der Schweiz gelandet. Müde, aber glücklich über drei gute Trainingswochen mit etlichen Kilometern zu Fuss, auf dem Rad oder im Wasser.

Meinen letzten Trainingsblock für Zürich werde ich zu Hause absolvieren. Im Gegenteil zum letzten Jahr wird es aber nur noch einen Vorbereitungswettkampf geben (25. März 2018, 10km Strassen SM in Oberriet) und danach geht es direkt an die Startlinie des Zürich Marathons (22. April 2018).

Zurück an die Startlinie...

Gestern durfte ich in Barcelona das erste Mal seit meiner Verletzung wieder an der Startlinie stehen. Nach meinem Wadenbeinbruch in Valencia war es für mich ein Rennen, dass mir wieder etwas Selbstvertrauen geben sollte. Der Weg an diese Startlinie war alles andere als einfach.

Nach der Diagnose Weber A Fraktur am 18. November 2017 war zuerst einmal Geduld gefragt. Immerhin konnte ich bereits die Woche darauf mit leichten Krafttrainingseinheiten starten. Nach zwei Wochen wurde dieses Training durch Aquajogging und Schwimmtraining ergänzt. Den Fuss haben wir dabei mit Schiene und Tape stabilisiert, um unnötige "Verrenkungen" zu vermeiden. Am 22. Dezember hatte ich meine Nachkontrolle beim Arzt und durfte meinen Fuss wieder belasten.

Die Zeit im Vacoped hat aber seine Spuren hinterlassen. Bis ich meinen Fuss richtig bewegen konnte hat es doch zwei Wochen gedauert. In der Weihnachtswoche habe ich daher täglich das medizinische Zentrum in Bad Ragaz besucht, um den ein oder anderen Laufkilometer auf dem Alter-G abzuspulen. Hinzu kamen Behandlungen bei meinem Physiotherapeuten. Die ersten Laufkilometer draussen habe ich kurz vor Silvester absolviert. Danach habe ich mir nochmals rund zwei Wochen Zeit gegeben, mich einfach wieder ans "Laufen" zu gewöhnen.

Im Wissen, dass ich am 18. Februar ins Trainingslager fliege habe ich relativ früh den Wunsch geäussert, davor nochmals einen Wettkampf laufen zu dürfen. Ich hänge nicht gerne in der Luft und es ist für mich wichtig zu wissen, wo ich aktuell im Training stehe. Ende Januar habe ich mich zusammen mit meinem Trainer entschieden in Barcelona den Halbmarathon zu laufen. Das eine Bestzeit nicht drin liegt war von Beginn an klar. Meine Trainingseinheiten haben sich bis anhin auf rund 10-12km beschränkt. Lediglich zweimal bin ich über 15km gelaufen. Tempoläufe wurden auf dem Alter G absolviert. Entsprechend habe ich mir für das Rennen in Barcelona keine Vorgaben gemacht. Das Ziel war klar: Einfach mal laufen und schauen was raus kommt.

Gestartet bin ich mit einem Kilometer in 3.27. Das ich eine solche Pace derzeit nicht durchbringen würde war mir klar, entsprechend habe ich danach Tempo rausgenommen. Bis KM 5 habe ich versucht einen Rhythmus zu finden. Ein etwas schwieriges unterfangen, aber danach konnte ich bis KM 12 eine für mich aktuell solide Pace laufen. Ab KM 13-14 habe ich gemerkt wie meine Beine schwerer wurden. Es zeigten sich die fehlenden Kilometer. Einfach locker weiterlaufen habe ich mir gesagt. Ab KM 17 wurde das Laufgefühl wieder etwas besser und ich konnte die letzten Kilometer nochmals etwas schneller laufen als zuvor. Nach 1h 19min und 54 sek war ich im Ziel und einfach nur glücklich. Das wichtigste für mich war, dass ich keine Schmerzen hatte und der Fuss hält. Und mein erster Lauf über 20km im Jahr 2018 habe ich auch abgehackt.

Und nun fliege ich mit einem guten Gefühl kommende Woche ins Trainingslager. Ich werde mich wie vergangenes Jahr wieder in Lanzarote auf meinen Frühlingsmarathon vorbereiten.

Hier aber mal ein grosses Dankeschön an meinen Physiotherapeuten Tom (fisio.li) , Lea Nadig und das medizinische Zentrum in Bad Ragaz. Ohne euch wäre es nicht möglich gewesen so früh im Jahr 2018 wieder an der Startlinie stehen zu dürfen.

 

2017

Und wieder ist eine Saison vorbei. Mein Saisonende war schmerzhaft. Lange habe ich auf das Rennen in Valencia hingearbeitet. Einen Tag davor brach ich mir das Wadenbein, Weber A. Und so geht ein Jahr zu Ende, dass einerseits einige Highlights bot, mir aber auch wieder einiges abverlangt hat.

Auf der Marathonstrecke lief es dieses Jahr gar nicht. In Zürich umgekippt, in Valencia habe ich es nicht mal an die Startlinie geschafft. Naja, da kann man nur das neu gelernte mitnehmen und im kommenden Jahr erneut angreifen.

Wesentlich besser lief es auf den anderen Distanzen. Schweizermeisterschaftssilber über 10km Strasse und 10’000m Bahn. Zwei Medaillen mit denen ich nicht gerechnet habe, da ich mich auf den Unterdistanzen nach wie vor als schwach einschätze. Hinzu kommen persönliche Bestleistungen auf den Distanzen 1’500m, 3000m, 5’000m, 10’000m Bahn, 10km Strasse und Halbmarathon. Auch wenn es nicht immer rund lief, habe ich einen Schritt nach vorne gemacht. Daran ändert auch ein gebrochenes Wadenbein nichts.

Und was kommt jetzt? Die kommenden Wochen gehe ich noch mit Krücken durch die Welt. Laufen ist gestrichen. Damit die Dame auch etwas beschäftigt ist, wurde ein ziemlich saftiges Alternativprogramm zusammengestellt. Und ich geniesse seit knapp drei Tagen den Muskelkater =). Es geht also vorwärts.

Neustart in die zweite Saisonhälfte...

Es hat einige Zeit gedauert, bis ich die Erlebnisse in Zürich etwas verdaut habe. Sechs Wochen nach dem Marathon-Aus bin ich an den Schweizermeisterschaften über 10'000m Bahn gestartet. Mit einer deftigen Erkältung und noch dem ein oder anderen Defizit in den Beinen konnte ich trotzdem die Silbermedaille gewinnen.

Danach haben wir uns auf die kürzeren Distanzen fokussiert und ich habe mir auch einige Zeit genommen mich um das ganze drum herum zu kümmern. Umso mehr hat es mich dann gefreut, dass ich mit New Balance einen Ausrüster finden konnte, der mich in meinen Zielen unterstützt und mich fortan mit dem optimalen Schuhwerk und der Bekleidung ausrüstet.

Auch beruflich werde ich mich zukünftig auf den Sport konzentrieren können. Die Read Leafs Tax Group hat mir die Möglichkeit geboten, dem Sport in den kommenden Jahren mehr Zeit zuwenden zu können. Damit geht für mich ein Traum in Erfüllung.

Die Termine für den kommenden Herbst sind bereits fixiert und der Start in Valencia beschlossene Sache. Zusammen mit meinem Trainer werde ich alles daran geben, zum Jahresabschluss nochmals einen erfolgreichen Marathon abliefern zu können.

Zürich Marathon .... Blackout!

Es sind mittlerweile einige Tage vergangen seit meinem Erlebnis in Zürich. Einige Tage um sich zu erholen und darüber nach zu denken, was da gerade passiert ist. Aber beginnen wir von vorne.

 

Zum Rennen:

Die Vorbereitung bis Zürich lief für mich mehr als gut und ich freute mich wahnsinnig auf das Rennen in Zürich. Bereits am Samstag bin ich nach Zürich gefahren und konnte mich gut auf das Rennen einstimmen. Gemeinsam mit Gregor habe ich vor dem Rennen einen Zeitplan erstellt, wie wir das Rennen angehen möchten. So bin ich dann gestartet und konnte ziemlich schnell einen sehr angenehmen Rhythmus finden. Die ersten KM bin ich in einer Herrengruppe mitgerannt und den Halbmarathon wie geplant passiert. Bei KM 23-24 spürte ich Verkrampfungen im linken Hüft-/Oberschenkelbereich und unterer Rücken. Gedacht hab ich mir dabei nicht viel und bin weitergelaufen. Bei KM 25 habe ich mich wie geplant verpflegt und mich auf den Rückweg in Richtung Stadt gemacht. Bei KM 27 musste ich mich aufgrund der Krämpfe das erste Mal übergeben. Ich bin dann wieder aufgestanden und weitergelaufen. Ich hatte dann mehrere Zwischenstopps, weil mein Körper mich einfach plagte. Bei KM 37 waren die Schmerzen dann aber so Starck, dass ein weiterlaufen unmöglich wurde und ich landete im Sanitätszelt.

 

Die Tage danach:

Die Schmerzen wurden im Verlaufe des Sonntages immer schlimmer. Und ich lief immer mehr wie eine Banane durch die Gegend. Neben den Schmerzen fing dann auch noch mein Kopf an zu rattern. Warum? Wieso? Was lief falsch? Naja, mittlerweile sind wir "etwas schlauer" und ab einem gewissen Punkt ist es für mich umso frustrierender, aber man kann es nur akzeptieren. Für mich gilt es nun nach vorne zu schauen. Das positive mitzunehmen. Es ist erst April und das Jahr ist noch lang. Die Zeit des Faulenzen ist für mich auch bald wieder vorbei und das Training beginnt wieder.  

Ich möchte hier allen danke sagen, die mich an diesem Tag unterstützt, angefeuert oder aufgelesen haben. Ihr wart super =)!! Ich hoffe, dass ich mich irgendwann in Zürich revanchieren kann.

 

Liebe Grüsse

Michèle

Noch einen Monat bis Zürich…..Endphase!

Es dauert noch rund einen Monat bis zu meinem Start beim Zürich Marathon. Die Vorfreude ist bereits riesig. Nachdem ich im Januar bereits gute Einheiten abliefern konnte fuhr ich gemeinsam mit Gregor und zwei weiteren Athleten zu Beginn des Februars für drei Wochen nach Lanzarote. Während drei Wochen konnte ich mich ganz auf die Vorbereitung konzentrieren und die wärmeren Temperaturen boten eine gewünschte Abwechslung zum winterlichen Trainingsalltag im Januar. Die Trainings verliefen sehr zufriedenstellend und ich bin Ende Februar müde, aber gesund wieder in die Schweiz zurückgekehrt.

Die ersten beiden Wochen nach der Rückkehr waren etwas schwierig. Ich musste zuerst meinen Rhythmus wieder finden und mein Körper hatte noch etwas Erholung nötig. Eine Woche nach der Rückkehr von Lanzarote bin ich beim Bremgarten Reusslauf gestartet. Trotz der Müdigkeit und dem Durchhänger wollte ich schauen was geht und das Wettkampfgefühl wieder finden. Am Freitag vor dem Wettkampf habe ich dann eher einen Schlafmarathon hingelegt (Gesamthaft rund 14h) und bin dann am Samstagmorgen tendenziell eher verunsichert aus dem Bett gehüpft. "Michèle irgendwann musst du auch wieder aufwachen" habe ich mir gesagt und ich bin dann am morgen 30-Minuten gelaufen. Die Spannung und das Laufgefühl waren noch nicht optimal. Das Rennen am Nachmittag war ganz ansprechend und zufriedenstellend. In der Folgewoche wollte ich den gewohnten Rhythmus wieder finden. Dies ist mir dann auch ziemlich gut gelungen. Nun stehen bald die nächsten Wettkämpfe an und bis Zürich ist es nicht mehr weit. Das Ziel ist klar.

2017..neues Jahr neue Chance

Die erste Trainingswoche 2017 ist bereits in den Büchern. Frau Holle hat vergangene Woche mächtig Gas gegeben. Das hat mich aber nicht von meinem Training abgehalten. Am 2. Januar 2017 habe ich mit meiner Vorbereitung für den Frühlingsmarathon begonnen. Die Wettkämpfe sind geplant. Mein erster Tag X im neuen Jahr soll der 9. April mit einem Start beim Zürich Marathon werden. Für den Februar ist ein Trainingslager geplant, damit ich neben dem Schnee auch ein wenig Sonne tanken kann, aber die nächsten Wochen heisst noch ein wenig durchbeissen!