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Vorbereitungen 2019

Seit Jahresbeginn trainiere ich wieder fleissig und arbeite an meiner Form für die Frühlingssaison 2019. Nach Valencia habe ich mir eine mehrwöchige Auszeit gegönnt. Entsprechend war der Einstieg in den Trainingsalltag alles andere als einfach. Schon früh haben wir uns aber entschieden diesen Frühling auf einen Marathonstart zu verzichten und uns den kürzeren Distanzen zu widmen. Ein Marathonrennen ist erst auf den Herbst 2019 geplant. Entsprechend habe ich die Zeit auch genutzt mich auf den Ski's zu bewegen und habe einige Skitouren unternommen. 

Valencia Marathon

Ein Jahr nach meiner schweren Verletzung in Valencia bin ich vergangenes Wochenende wieder an den Ort des Geschehens zurück gekehrt. Mein Jahr 2018 war alles andere als einfach. Umso mehr wollte ich mir einfach beweisen, dass ich noch Marathon laufen kann. Bewusst habe ich mir keine Endzeit gesetzt. Das Rennen lief für mich ok, war aber nicht ausserordentlich. Schon früh bemerkte ich, dass meine Beine etwas gar schwer waren, aber ich habe durchgezogen und bin lediglich eine Minute an meiner Bestzeit vorbeigelaufen. Mit einem 13. Rang und einer 2.40 Marathonzeit kann ich mein Jahr 2018 abschliessen. Ich gönne mir nun eine längere Saisonpause bevor es in die Vorbereitung für die neue Saison geht. 

Sieg beim Ascona Locarno Run 2018

Am 15. Oktober 2018 konnte ich den Halbmarathon in Ascona mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 1h 15min 13sek gewinnen. Ein Resultat das mir sehr viel Selbstvertrauen für den Marathon in Valencia gibt und mir auch gezeigt hat, dass die Aufbauarbeit nicht umsonst war. 

September: Altstätten, Länderkampf & Greifensee

Nach einigen guten Trainingswochen im August konnte ich meinen Vorjahressieg beim Städtlilauf in Altstätten mit persönlicher Bestzeit wiederholen. Das Rennen lief für mich sehr gut und ich konnte von Beginn an ein sehr hohes Tempo laufen. Meine Mitkonkurrentinnen habe ich so bereits auf der ersten der vier grossen Runden entscheidend distanzieren können. Das Rennen in Alstätten ist vor allem wegen des Publikums immer ein Highlight und es macht riesig Spass hier zu laufen. 

 

Eine Woche darauf durfte ich im Zuge des Länderkampfes für Ostschweiz Athletics die 3000m auf der Bahn unter die Füsse nehmen. Das Ziel war klar: Volle Punktzahl! Nach einem zügigen ersten Kilometer (3.09) habe ich den zweiten etwas verschlafen. Trotzdem konnte ich dem Team die 8 Punkte sichern. 

 

 

Eine weitere Woche darauf fand der Greifenseelauf in Uster statt. Ein Rennen, dass für mich immer eine Herausforderung ist. Im Vorjahr musste ich hier nach 12km aussteigen. Ich war trotzdem positiv gestimmt. Zu Beginn lief ich mit Laura Hrebec und Fabienne Schlumpf, musste aber nach rund 2km feststellen, dass meine Beine nicht so wollen. Ich habe mich entschlossen mein Tempo zu laufen. Bis KM 12/13 konnte ich mich einigermassen durchkämpfen, ab KM 15 wurde das Rennen  zur Qual. Die letzten 6KM dauerten eine Ewigkeit und der Schlosshügel von Uster hat die Sache nicht einfacher gemacht. Schlussendlich konnte ich noch den 4 Platz nach Hause laufen. 

 

Es folgen nun weitere Trainingswochen: Als Saisonabschluss werde ich dieses Jahr am 2. Dezember den Valencia Marathon laufen. 

Vizeschweizermeisterin

 

Anlässlich der Schweizermeisterschaften der Aktiven in Zofingen konnte ich über die 5'000m die Silbermedaille gewinnen. Nach einem sehr schwierigen Frühling und dem Fakt, dass ich erst im Mitte/Ende Juni ins Training einsteigen konnte, ein äusserst wertvolles Resultat, welches ich nie erwartet hätte. 

 

 

Ein Trainingsblock im Süden...

Wie bereits vergangenes Jahr habe ich auch diesen Februar im Süden verbracht. Wiederum durfte ich einen Teil meiner Marathonvorbereitung in Lanzarote absolvieren. Ich habe mich bewusst wieder für den Club La Santa entschieden. Hier kenne ich die Strecken schon ziemlich gut (obwohl es ja immer wieder neues zu entdecken gibt) und ich finde auch alles, was ich für's Alternativtraining benötige.

Nach Barcelona hatte ich eine Woche Zeit bevor es wieder in den Flieger ging. Die Aufbauwochen nach der Verletzung waren anstrengend, da hat mir der ein oder andere ruhigere Tag gut getan. Am Sonntag sind mein Coach und ich sowie eine weitere Athletin nach Lanzarote geflogen. Anders als im letzten Jahr war dies mein erster richtiger Marathonblock. Zu Beginn hat mich das etwas verunsichert, aber ich habe versucht einfach locker an die Sache ranzugehen. "Wenn der Fuss streikt, dann muss ich das akzeptieren!" Gedanken, die ich mir umsonst gemacht habe. Am vergangenen Sonntag bin ich spätabends wieder in der Schweiz gelandet. Müde, aber glücklich über drei gute Trainingswochen mit etlichen Kilometern zu Fuss, auf dem Rad oder im Wasser.

Meinen letzten Trainingsblock für Zürich werde ich zu Hause absolvieren. Im Gegenteil zum letzten Jahr wird es aber nur noch einen Vorbereitungswettkampf geben (25. März 2018, 10km Strassen SM in Oberriet) und danach geht es direkt an die Startlinie des Zürich Marathons (22. April 2018).

Zurück an die Startlinie...

Gestern durfte ich in Barcelona das erste Mal seit meiner Verletzung wieder an der Startlinie stehen. Nach meinem Wadenbeinbruch in Valencia war es für mich ein Rennen, dass mir wieder etwas Selbstvertrauen geben sollte. Der Weg an diese Startlinie war alles andere als einfach.

Nach der Diagnose Weber A Fraktur am 18. November 2017 war zuerst einmal Geduld gefragt. Immerhin konnte ich bereits die Woche darauf mit leichten Krafttrainingseinheiten starten. Nach zwei Wochen wurde dieses Training durch Aquajogging und Schwimmtraining ergänzt. Den Fuss haben wir dabei mit Schiene und Tape stabilisiert, um unnötige "Verrenkungen" zu vermeiden. Am 22. Dezember hatte ich meine Nachkontrolle beim Arzt und durfte meinen Fuss wieder belasten.

Die Zeit im Vacoped hat aber seine Spuren hinterlassen. Bis ich meinen Fuss richtig bewegen konnte hat es doch zwei Wochen gedauert. In der Weihnachtswoche habe ich daher täglich das medizinische Zentrum in Bad Ragaz besucht, um den ein oder anderen Laufkilometer auf dem Alter-G abzuspulen. Hinzu kamen Behandlungen bei meinem Physiotherapeuten. Die ersten Laufkilometer draussen habe ich kurz vor Silvester absolviert. Danach habe ich mir nochmals rund zwei Wochen Zeit gegeben, mich einfach wieder ans "Laufen" zu gewöhnen.

Im Wissen, dass ich am 18. Februar ins Trainingslager fliege habe ich relativ früh den Wunsch geäussert, davor nochmals einen Wettkampf laufen zu dürfen. Ich hänge nicht gerne in der Luft und es ist für mich wichtig zu wissen, wo ich aktuell im Training stehe. Ende Januar habe ich mich zusammen mit meinem Trainer entschieden in Barcelona den Halbmarathon zu laufen. Das eine Bestzeit nicht drin liegt war von Beginn an klar. Meine Trainingseinheiten haben sich bis anhin auf rund 10-12km beschränkt. Lediglich zweimal bin ich über 15km gelaufen. Tempoläufe wurden auf dem Alter G absolviert. Entsprechend habe ich mir für das Rennen in Barcelona keine Vorgaben gemacht. Das Ziel war klar: Einfach mal laufen und schauen was raus kommt.

Gestartet bin ich mit einem Kilometer in 3.27. Das ich eine solche Pace derzeit nicht durchbringen würde war mir klar, entsprechend habe ich danach Tempo rausgenommen. Bis KM 5 habe ich versucht einen Rhythmus zu finden. Ein etwas schwieriges unterfangen, aber danach konnte ich bis KM 12 eine für mich aktuell solide Pace laufen. Ab KM 13-14 habe ich gemerkt wie meine Beine schwerer wurden. Es zeigten sich die fehlenden Kilometer. Einfach locker weiterlaufen habe ich mir gesagt. Ab KM 17 wurde das Laufgefühl wieder etwas besser und ich konnte die letzten Kilometer nochmals etwas schneller laufen als zuvor. Nach 1h 19min und 54 sek war ich im Ziel und einfach nur glücklich. Das wichtigste für mich war, dass ich keine Schmerzen hatte und der Fuss hält. Und mein erster Lauf über 20km im Jahr 2018 habe ich auch abgehackt.

Und nun fliege ich mit einem guten Gefühl kommende Woche ins Trainingslager. Ich werde mich wie vergangenes Jahr wieder in Lanzarote auf meinen Frühlingsmarathon vorbereiten.

Hier aber mal ein grosses Dankeschön an meinen Physiotherapeuten Tom (fisio.li) , Lea Nadig und das medizinische Zentrum in Bad Ragaz. Ohne euch wäre es nicht möglich gewesen so früh im Jahr 2018 wieder an der Startlinie stehen zu dürfen.

 

2017

Und wieder ist eine Saison vorbei. Mein Saisonende war schmerzhaft. Lange habe ich auf das Rennen in Valencia hingearbeitet. Einen Tag davor brach ich mir das Wadenbein, Weber A. Und so geht ein Jahr zu Ende, dass einerseits einige Highlights bot, mir aber auch wieder einiges abverlangt hat.

Auf der Marathonstrecke lief es dieses Jahr gar nicht. In Zürich umgekippt, in Valencia habe ich es nicht mal an die Startlinie geschafft. Naja, da kann man nur das neu gelernte mitnehmen und im kommenden Jahr erneut angreifen.

Wesentlich besser lief es auf den anderen Distanzen. Schweizermeisterschaftssilber über 10km Strasse und 10’000m Bahn. Zwei Medaillen mit denen ich nicht gerechnet habe, da ich mich auf den Unterdistanzen nach wie vor als schwach einschätze. Hinzu kommen persönliche Bestleistungen auf den Distanzen 1’500m, 3000m, 5’000m, 10’000m Bahn, 10km Strasse und Halbmarathon. Auch wenn es nicht immer rund lief, habe ich einen Schritt nach vorne gemacht. Daran ändert auch ein gebrochenes Wadenbein nichts.

Und was kommt jetzt? Die kommenden Wochen gehe ich noch mit Krücken durch die Welt. Laufen ist gestrichen. Damit die Dame auch etwas beschäftigt ist, wurde ein ziemlich saftiges Alternativprogramm zusammengestellt. Und ich geniesse seit knapp drei Tagen den Muskelkater =). Es geht also vorwärts.