2016...nicht immer rosig, doch zum Ende hin doch ganz ok!

In wenigen Tagen ist das Jahr 2016 vorbei. Die Ziele für das nächste Jahr sind gesetzt und doch ist es Zeit nochmals zurück zu schauen. Es war für mich ein nicht wirklich gelungenes Jahr. Neben dem Sport und der Arbeit wollte ich auch mein Studium erfolgreich abschliessen. Der Tanz auf drei Hochzeiten war nicht so einfach.

Der Saisonstart in Den Haag misslang gründlich. Kollaps irgendwo bei KM 14-15. Danach plagte mich zwei Wochen lang die Grippe. Und doch wollte ich es nochmals versuchen und die Limite im Halbmarathon für die EM in Amsterdam knacken. Also sind wir nach Bad Liebenzell zur deutschen Meisterschaft gefahren. Wetter...in etwa gleich schlecht wie in Den Haag und trotzdem konnte ich auf der schnellen Strecke ein einigermassen passables Rennen abliefern. Wenn ich heute zurück denke vermutlich eines meiner besten in dieser Saison, denn "in Form" war ich damals nicht wirklich.

Naja, für die Limite hat's nicht gereicht. Das war mir aber zu diesem Zeitpunkt bereits schon wieder egal, denn mir wuchs alles über den Kopf. Wie sollte ich Sport, Arbeit und Schule unter einen Hut bringen? Ich habe mich dann entschieden, mich in erster Linie auf den Studien-Abschluss zu konzentrieren. Das Training habe ich so gut es ging durchgezogen. Entsprechend waren auch die Resultate. Schweizermeisterschaften in Genf für mich eine Ohrfeige par excellence, aber bei diesem Trainingsumfang war nichts anderes zu erwarten.

Am 23. August hatte ich meinen "letzten" Auftritt im Zusammenhang mit meiner Bachelorarbeit und danach war ich einfach nur froh, dass ich diesen Teil abhaken konnte. Von da an ging es in einem Zug weiter. Für mich war schon bei Jahresbeginn klar, dass ich einmal in diesem Jahr einen Marathon laufen möchte. Seit Juli wusste ich, dass ich nach Eindhoven wollte. Das hiess, knapp 7 Wochen Zeit für die Vorbereitung. Diese 7 Wochen habe ich versucht so effizient wie möglich zu nutzen. Das hiess auch, dass ich bei einigen Wettkämpfen Abstriche machen musste.

So bin ich die Halbmarathon Schweizermeisterschaften in Sarnen mit null Erholung gelaufen. Ich hätte 500m nach dem Start bereits in die "Zielkurve" abbiegen können. Meine Beine waren wie Blei. Trotzdem bin ich rasant gestartet und habe gewartet, bis der Hammermann mich besuchte. Mein Vater hat mir an diesem Abend eine Nachricht geschrieben: "Gut gekämpft heute!" Worte die mir heute noch ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Beim Greifenseelauf einige Wochen später liefen meine Beine etwas besser. Auch weil ich dieses Rennen mit etwas mehr Erholung angegangen bin. Und dann eine Woche später mein letzter Dauerlauf, mit Papa. 43 KM locker flockig gelaufen und das schneller als jeder Marathon zuvor. Und genau an diesem Tag habe ich gemerkt, dass es klappen könnte. Es hat geklappt. Das Rennen in Eindhoven war der Wahnsinn! Ich hatte einfach nur Spass! Und für einmal in diesem Jahr hat alles geklappt was klappen musste.

Danach Ferien und ein riesiges schwarzes Loch. Das erste Mal seit vier Jahren Ferien. Es fiel mir wortwörtlich die Decke auf den Kopf und es hat seine Zeit gedauert, bis ich wieder auf Touren gekommen bin. Und heute geniesse ich die letzten Tage im Jahr 2016. Das Training läuft und die Ziele sind gesetzt. Wir haben Grosses vor, aber dazu im neuen Jahr mehr =).

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